Was Menschen bewegt – Texte über soziale Themen

Eine Auswahl aus meinen Veröffentlichungen

Duisburger Blues
Feature über Auswirkungen der Finanzmisere in Duisburg für Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 9/2014.

Was passiert, wenn eine Stadt chronisch klamm ist und ihre Verwaltung zunehmend ausgedünnt wird? Die Folgen sind gravierend: Wartezeiten auf Ämtern, kaputte Brücken, eingeschränkter Nahverkehr. Die Stadt kann ihren notwendigsten Aufgaben nur noch bedingt nachkommen. Ein Besuch in Duisburg.


Eltern sein dagegen sehr
Reportage über Hilfen für Eltern mit Behinderung für Magazin Mensch, Ausgabe 2/2015.

Um ihr Kind selbst aufzuziehen, brauchen Mütter und Väter mit geistiger Behinderung Unterstützung. Das Mütterhaus der Lebenshilfe in Frankfurt an der Oder bietet ihnen das Konzept der „Begleiteten Elternschaft“. Meine Reportage stellt es vor.


„Das muss einfach besprochen werden“
Interview über die Hintergründe der häufigen sexuellen Gewalt gegen Frauen mit geistiger Behinderung für Aktion Mensch Blog, März 2013.

Eine Studie des Bundesfamilienministeriums machte es 2012 deutlich: Mädchen und Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung sind zwei bis drei Mal häufiger sexualisierter Gewalt ausgesetzt wie der Durchschnitt aller Frauen. Interview dazu mit Melanie Abbas, Leiterin eines Aufklärungsprojektes gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen mit geistiger Behinderung der Beratungsstelle Violetta im Landkreis Lüchow-Dannenberg.


„Mehr Mitbestimmung ausprobieren“
Interview mit Ministerin Svenja Schulze für Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 4/2014.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze über ihre Pläne für mehr Demokratie an den Hochschulen – und den erbitterten Widerstand der Rektoren. Das Gespräch führten Kay Meiners und ich.


„Die Lücke ist kaum zu schließen“
Interview mit Ute Klammer für Magazin Mitbestimmung, Ausgabe 1/2014.

Rentenexpertin Ute Klammer zur Notwendigkeit, die gesetzliche Alterssicherung wieder zu stärken und ein soziales Sicherungsnetz für schwächere und benachteiligte Beschäftigtengruppen einzuziehen. Das Interview führten Margarete Hasel und ich.


„Ich fühle mich besser mit ihm zusammen“
Blogbeitrag über die Liebe zwischen zwei Menschen mit geistiger Behinderung für den Blog der Aktion Mensch am 13.7.2012.

Eine Geschichte über Liebe und Sexualität zwischen Menschen mit geistiger Behinderung, die in der Lebensgemeinschaft Eichhof bei Much im Bergischen Land leben.


Wenn Eltern altern
Feature für den Reader’s Digest Deutschland

Die 70 haben sie hinter sich, aber noch sind Vater und Mutter fit. Was wird, wenn sie Hilfe brauchen, zeigt dieses Feature.


Auf Herz und Nieren
Feature über Organspende für Chrismon Rheinland 1/2008.

Es gibt Entscheidungen im Leben, die jeder Mensch selbst treffen sollte. Dazu zählt, sich für oder gegen eine Organspende zu auszusprechen. Drei Menschen erzählen von dem Tag, an dem eine Transplantation ihr Leben veränderte.


Wenn die Kinder flügge werden
Feature für den Reader’s Digest Deutschland, 2008.

Wenn der Hund tot ist und die Kinder aus dem Haus sind, fängt das Leben neu an, heißt es. Wie Eltern damit umgehen, wenn die erwachsenen Kinder flügge werden, beschreibt dieser Bericht.


Wenn Liebe zum Alptraum wird
Feature für den Reader’s Digest Deutschland 11/2007.

Jede vierte Frau wird dort zum Opfer von Gewalt, wo sie am sichersten sein sollte: zu Hause. Bericht über häusliche Gewalt und ihre Folgen.


Das Trauma kehrt zurück
Bericht über den Umgang mit Opfern von sexualisierter Gewalt in der Pflege für Frau und Mutter 11/2009.

Bei Pflegebedürftigen können Erinnerungen an sexualisierte Gewalt leicht aufbrechen. Das gilt besonders für Frauen, die im Krieg vergewaltigt wurden, und ihre Erinnerung daran jahrzehntelang verdrängt haben. Mein Bericht darüber steht hier.


Zerstörte Hoffnung, neue Hoffnung
Bericht über Menschenhandel und Zwangsprostitution in Osteuropa für Frau und Mutter 1/2009.

Warum fallen so viele junge Frauen aus Osteuropa auf falsche Versprechungen von Menschenhändlern herein und geraten in die Zwangsprostitution? Und wer hilft den Opfern, wenn ihr Martyrium beendet ist und sie wieder in ihr Heimatland zurückkehren? Ein Bericht über eine Reise in die Republik Moldau, das Armenhaus Europas, gibt einige Antworten.


Ihre Heimat ist der Fluss
Reportage über die Fahrt mit einer Binnenschifferfamilie für Frau und Mutter 7/2008.

Ein leichtes Zittern geht durch den „Eiltank 230“. Mit routinierten Griffen machen die Matrosen Fanda und Bernhard die letzten Leinen los, die Schiff und Anleger miteinander verbinden. Die Maschinen dröhnen, und gemächlich dreht sich das voll beladene Tankschiff von der glitschigen Wand weg. Das Schleusentor des Hafens von Antwerpen öffnet sich, dann ist die Fahrt in die breite Westerschelde frei, den südlichsten niederländischen Meeresarm. Der „Eiltank 230“ macht sich mit 2200 Tonnen schwerem Heizöl auf den Weg nach Vlissingen. Weiter geht’s in meiner Reportage über eine Binnenschifferfamilie.


Das Leben vergessen
Bericht über zwei Frauen, die einen Gedächtnisverlust erlitten haben für Frau und Mutter 2/2008.

Bericht über zwei Frauen, die ihr Gedächtnis verloren haben – eine nach einer Hirnhautentzündung, die andere nach einem Unfall. Wie es sich lebt, wenn ein Stück der eigenen Biografie fehlt, steht hier.


Frau Becker geht auf Wanderschaft
Reportage über das Leben in einer Hausgemeinschaft für Menschen mit Demenz für Frau und Mutter 10/2006.

Das mit dem Frühstück kann heute dauern. Schon neun Uhr, und nur Irene Becker sitzt am langen Frühstückstisch in der Wohnküche und kaut an einem Marmeladenbrötchen. Es sieht ganz so aus, als würden die anderen ausschlafen. Frau Becker stört das wenig. Die große, schmale Frau isst und trinkt bedächtig, starrt auf den gedeckten Tisch. Dann steht sie unvermittelt auf, hastet in das Wohnzimmer; geht in den Flur mit acht Schlafzimmern, kommt zurück zum Tisch. Ihrer ersten schnellen Runde werden im Laufe des Tages noch unzählige weitere folgen. Aus den Augenwinkeln verfolgt Kerstin Gregoire das Ritual, während sie die Frühstückseier auf den Tisch stellt. „Frau Becker geht auf Wanderschaft“, sagt die Altenpflegerin freundlich. Weiter geht es in der Reportage über eine Hausgemeinschaft für Menschen mit Demenz im Haus Rafael der Alexianer-Brüdergemeinschaft in Köln.